Der Menschenfeind

Von: Daniel Hajdu | erstellt am: 01.03.2026

Was ist Wahrheit wert? Und was kostet Ehrlichkeit?

Der Menschenfeind

Was ist Wahrheit wert? Und was kostet Ehrlichkeit?
In einer goldfunkelnden Partywelt prallen Haltungen, Gefühle und Moralvorstellungen frontal aufeinander:
Der Menschenfeind – frei nach Molière – wird in dieser zeitgenössischen Bearbeitung von Jean-Michel Räber zu einem scharfzüngigen, hochaktuellen Theaterabend, gespielt von 10 Schüler*innen, die sich mit Mut, Witz und grosser Spielfreude in die wichtigen Fragen rund um das Thema Freundschaft stürzen.
Im Zentrum steht Alceste, ein kompromissloser Wahrheitsfanatiker, der Höflichkeit für Heuchelei hält und jede soziale Grauzone verachtet. Seine radikale Ehrlichkeit macht ihn zum Aussenseiter – und zugleich zum Spiegel einer Gesellschaft, die zwischen Likes, Imagepflege und moralischer Selbstinszenierung schwankt. An seiner Seite (und doch nie ganz bei ihm): Célimène, jung, freiheitsliebend, widersprüchlich – eine Figur zwischen Selbstbehauptung, Begehren und öffentlicher Zuschreibung. Scheinbar Marginalisierte – wie ein dauergestresster Pizzakurier – rücken zeitweise ins Zentrum des Geschehens und stellen unbequeme Fragen nach Verantwortung, Respekt und sozialer Gerechtigkeit.
Was als Geburtstagsparty beginnt, entwickelt sich zu einem turbulenten Reigen aus Liebesverwicklungen, Machtspielen, Social-Media-Enthüllungen und sozialen Abgründen. Rap, Tanz und Musik und Text verbinden sich zu einem Bühnenereignis, das Komödie und Drama miteinander verschränkt.