
Dass die Mutprobe tödlich enden könnte, haben sie nicht vorausgesehen. Riskiert haben sie es allerdings schon. Die Theatergruppe des Gymnasiums Interlaken/Gstaad spielt "DNA" von Dennis Kelly.
Was tun, wenn etwas total aus dem Ruder läuft? Was, wenn man jung ist und in solchen Dingen einfach keine Erfahrung hat? Und was, wenn man dafür ins Gefängnis kommen könnte? Da braucht es einen guten Plan und alle müssen dichthalten.
Was mit einer Mutprobe beginnt, endet tragisch. Eine rutscht ab und stürzt in einen tiefen Schacht. Unwahrscheinlich, dass sie den Aufprall überlebt hat. Um die eigene Beteiligung am Unfall zu vertuschen, entwerfen die Jugendlichen das Profil eines imaginären Täters. Unerwartet findet die Polizei einen Mann, auf den die Beschreibung passt. DNA-Spuren belasten den Mann. Das war nicht vorgesehen. Der Druck in der Gruppe wird immer grösser. Sollen sie die Wahrheit sagen oder weiter lügen?
Im Stück von Dennis Kelly sucht man vergebens nach der Klärung von Schuld und Unschuld oder der Frage, wo das Übel seinen Lauf nahm. Es geht vielmehr darum, wie die Gruppe mit dem kollektiven Verbrechen umgeht. Und wie sieht eigentlich das Leben danach aus? Eine Herausforderung für die Theatergruppe sich mit den Themen Mobbing, Gewalt, Gewissen, Verantwortung und Wiedergutmachung auseinanderzusetzen.
Die Theatergruppe des Gymnasiums hat eine sehr bildhafte, körperintensive Umsetzung dieses anspruchsvollen Themas gesucht. Unterstützt wird das Spiel von einer dreiköpfigen Band des Ergänzungsfachs Musik.
Choreographie: Maja Brönnimann; Leitung Musik: Matthias Zimmer; Regie: Matthias Rüttimann