HAMLET OPHELIA

Von: matthias rüttimann | erstellt am: 08.02.2026

Das Schicksal von Hamlet und Ophelia ist besiegelt. In Shakespeares Drama «Hamlet» müssen beide sterben. Die Theatergruppe des Gymnasiums Biel-Seeland wagt ihre Sicht der Tragödie und drängt mit jugendlichem Witz und Furor zur Rettung der Liebe.

Die Zeit ist aus den Fugen und die Jugend soll es richten. Hamlet soll den Tod des Vaters rächen und Dänemark vor einem Diktator retten. Ophelia soll deswegen auf Hamlet verzichten, der Liebe abschwören und gemäss ihrer Rolle tragisch ertrinken. Mission impossible sagt die Theatergruppe des Gymnasiums und sorgt als Royal Shakespeare Theatre Company für eine neue Sicht auf das klassische Drama.

Dass dabei Bezüge zu aktuellem Zeitgeschehen aufblitzen, Frauen in Hauptrollen schlüpfen, Hamlet und Ophelia mehrfach über die Bühne geistern und sich nicht immer einig sind, wie’s mit Dänemark, diesem Theater im Theater, dieser kriegerischen Welt und nicht zuletzt der Liebe weitergehen soll, macht dieses Drama vielschichtig, unberechenbar und hochaktuell.

Die dreizehn jungen Menschen der Theatergruppe des Gymnasiums Biel-Seeland haben in Improvisationen Shakespeares Drama befragt, was es mit ihnen und heute zu tun hat. Wie der theaterbegeisterte Hamlet möchten sie mit Theater etwas bewirken, der Welt einen Spiegel vorhalten und den Lauf des Schicksals beeinflussen. Wo, wenn nicht im Theater, können wir eine Welt nach unseren Vorstellungen träumen.

Die Aufführungen wurden im Fakultativfach Theater mit einem professionellen Leitungsteam erarbeitet. Die Choreographin Maja Brönnimann, die Stimmcoachin Noemie Wyss, die Kostümbildnerin Noemi Schär, der Bühnenbildner Marc Calame haben unter der Leitung von Matthias Rüttimann gemeinsam mit den Jugendlichen diese hochaktuelle Inszenierung realisiert.

Kurz gesagt: Sein oder nicht sein! Ein schaurig schön tragisch komisches, modern historisches Schauspiel eingebettet in Musik, Gesang und Tanz mit jugendlicher Unverfrorenheit und Frische auf die Bühne gebracht.